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Eltern-Kind-ForumAlles rund um Kinderwunsch, Schwangerschaft, Kindererziehung, Kinderkrankheiten, optimale Freizeitgestaltung, gesunde Ernährung, Partnerschaft, etc. |
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Ramonadine
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Betreff des Beitrags: Gedanken: Geburt im Krankenhaus oder Hausgeburt ? Verfasst: 24. Jan 2009, 21:26 |
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Registriert: 24. Jan 2009, 18:43 Beiträge: 203 Wohnort: Kärnten
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Auszug aus einem Gespräch zwischen mir und einer Freundin (danke, Stademama, für deine Erfahrung !!!)
Bitte, es soll sich niemand angegriffen fühlen, beim lesen dieses Textes. Auch ich hatte bei meinem ersten Kind eine Geburt im Krankenhaus. Auf dem normalen Wege und ohne Komplikationen - zum Glück. Ich hätte NIE das Selbstvertrauen gehabt, zu Hause mein Kind zu entbinden. Wie es nun bei Nr. 2 ausehen wird ? mal sehn *zwinker*
************************************************************* Wir sind doch auch Säugetiere. Oder ? Überlegt mal: Beispiel Katze Die rennt dann auch nicht durch den Garten und geht zum Doc zur Entbindung. Die sucht sich eine ruhige Ecke und macht einfach und wenn nun aber eine Störung kommt dann kann sie bis zu einem gewissen Grad die Geburt abbrechen, flüchten und woanders weitermachen.
Wisst ihr, worauf ich hinaus will?
Genau das passiert bei Frau auch - Störung - Umzug ins Krankenhaus - Wehenschreiber - Ärzte – Trallalla und Hopsasa…… Bis die Frau dann mal wieder ihren Rhythmus gefunden hat -das dauert!! Dann noch ein paar Horrornachrichten, dass die Herztöne runtergehen weil Kinder schon mal einschlafen. Und der Supergau ist perfekt! Oder es wird eingeleitet - das arme Kind hat Stress und die Überwachung schreit Alarm!
Wieder keine Ruhe und Zeit für Frau - sich zu konzentrieren.
Ich bin überzeugt davon, wenn man Frauen einfach zuhause in Ruhe machen lassen würde, dann bräuchte mal nicht mal einen Bruchteil einleiten oder sonst wie beeinflussen. Ebenso das Datum. Da ist ein rechnerisches Datum für Docs, die immer alles dokumentieren wollen. Fürs Kind nicht wirklich wichtig. Das kommt, wenn es reif ist. Ob nun 2 Wochen früher oder später – Scheißegal!
Ich kann nur jedem empfehlen, es zuhause auszuprobieren und selber zu vergleichen - es ist eine völlig andere Welt.
Wie will man jemandem den Geschmack einer super leckeren Frucht beschreiben, wenn derjenige so was noch nie gegessen hat? Schwer bis unmöglich !!! Beim ersten Kind hat man gewisse Ängste und genau diese Angst schüren Ärzte mit Ihren Ansagen. Den Stress, den man definitiv hat, der wirkt sich doch auf die ganze Geburt aus. Das Kind kommt ganz von allein. Man muss es einfach kommen lassen. UND WIE ES KOMMT !
Ist es nicht ein Gefühl als wenn du kacken gehst und schon richtig doll musst, Wenn du einen Punkt erreicht hast, musst du dann noch fest drücken oder einfach kommen lassen? An der Stelle macht sich eine Begleitung gut, die im Sinne der Schwangeren sich durchsetzt und die Ärzte zurechtweist. Eine vertraute Person, die die Schwanger unterstützt und ermutigt Das kann kein Fremder machen – wie Doc oder Hebamme ! Würdest du einer fremden Person im Leben einfach so alles glauben? Ich nicht!!
Aber jemand, dem ich blind vertrauen kann..........wenn der mir was sagt, dann braucht ich nicht erst zu prüfen, ob es stimmen könnte. Jemand, der dich schon vorher auf "das ist alles supergeil" trimmt und dir die Angst nimmt. Dann gehst du ganz anders in die Situation GEBURT MENSCH rein, bist entspannter und das Kind kommt viel einfacher. 90 Prozent der Frauen liegen dabei! Und ein Fremder sagte dir: Du solltest pressen wie doof? Und es tat höllisch weh? Und dann kommen immer weitere Kommandos der Fremden: pressen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Dabei hast du eh schon das Gefühl, es zerreißt dich gleich!
Und jetzt erzähl ich euch mal, wie es auch anders geht: Ohne Hektik, ohne Stress! Versuch dir die Geburt von deinem ersten Kind mal anders vorzustellen:
Du bist Zuhause in deinem vertrauten Reich. Alles ist schön, sicher und gut vorbereitet. Keiner zupft an dir rum oder will dich verkabeln.
DU entscheidest, wonach dir ist: laufen, stehen, Popo wackeln, massieren lassen, hinhocken, baden, Kekse backen - was immer du willst - du kannst es tun !!!
Alles richtet sich nach dir! Du bist der Chef im Ring. Ein entspannendes Bad wirkt oft Wunder, denn im Wasser (so du dich darin wohlfühlst) entspannt die Muskulatur und du kannst loslassen. Deine kleine Kröte schraubt sich langsam aber sicher immer tiefer und du kannst das Köpfchen bereits mit einem Finger selber fühlen.
Du spürst die feinen Härchen und weißt, dich trennen nur noch wenige Zentimeter vom großen Glück..................das spornt an und lässt dich die nächste fiese Wehe überstehen. Die tun genauso weh wie im Krankenhaus, nur kann man sie viel besser verarbeiten, da man sich auf nix anderes konzentrieren muss.
Niemand kommt reingeplatzt und fragt was dusseliges! Niemand dreht am CTG, dass die galoppierenden Herztöne einen ganz rappelig machen. Wenn es sein soll, dann kann man zwischendurch mal ganz kurz und leise nach den Herztönen hören und dich wieder in ruhe lassen.
Du kannst selber mit deinen Fingern ertasten, wie weit dein kleiner Engel dir schon entgegen gekommen ist und das ermuntert viel mehr als die genausten Zentimeterangaben irgendwelcher anderer Leute.
Wenn du dann mal einen Durchhänger hast, dann kann dein "Geburtsengel" dir vorschlagen, etwas anderes auszuprobieren und du allein entscheidest, ob das für dich in Ordnung ist. Dann wird es immer heftiger und du hast das Gefühl, als ob du eine Melone scheißt. Der kleine Kopf scheint ein riesen Fußball zu sein und du hast es in der Hand. Mit deiner eigenen Hand bremst du ihn aus - den dicken Schädel, denn nur du fühlst, wann es Zeit ist, ihn ein wenig kommen zu lassen oder ihn zu bremsen. Niemand anders kann das fühlen. Und Stück für Stück gleitet dir die dicke Murmel entgegen! Du guckst zwischen deine Beine und dich guckt jemand AUS DIR an - der Wahnsinn!!!!!!!!!!!!
Und wieder ist es Zeit, nicht zu hetzen, sondern der kleinen Kröte Zeit zu geben sich selber zu drehen.
Der kleine Zwerg schraubt sich noch ein letztes mal um 90° in eine Richtung und dann kannst du entscheiden, ob du noch mal drückst oder ihn einfach flutschen lässt, denn dein Körper zieht sich unmittelbar hinter ihm zusammen. Oneway - absolute Einbahnstraße - es gibt kein zurück mehr!
Alle um dich rum sind nur Statisten und gar nicht mehr wahrzunehmen.
Da ist es - das kleine Wunder und du solltest die erste sein, die es berührt und aufnimmt. Genau dann, wenn du dafür bereit bist und nicht, wenn jemand meint es dir in den Arm zu drücken. Das ist ein riesiger Unterschied! Du guckst dir dein selbstgemachtes wunder an und nimmst es an dich, beschnupperst es, küsst es, bestaunst es und spürst diese unsagbare Liebe...............oder auch nicht................die kann manchmal auch erst später kommen.......... Auf jeden Fall ist es dein Moment und niemand hat das recht, dich/euch dabei zu stören. NIEMAND !!
Und während du dieses neue Leben festhaltest und bestaunst, hat es alle Zeit der Welt, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. es muss weder sofort abgenabelt noch sonst wie vermessen werden. Es muss noch nicht mal sofort atmen, denn über die Nabelschnur wird es noch bestens versorgt. Ganz allmählich und wie von Geisterhand entfaltet sich die Lunge und dein Engel versucht seinen ersten Atemzug. Das brennt höllisch in der Lunge und es wird vielleicht protestieren. Mal mehr - mal weniger. Es guckt dich neugierig an und staunt selber über die neue Welt, in die es geflutscht ist - dieser erste Blick - Einmalig!!!!!!!!!!!!!!
In einer Klinik werden Mütter dieser Momente beraubt, weil sich schon wieder Ärzte, Hebammen oder sonstige Leute am Kind zu schaffen machen Verbrecher!!!!!! Oder?
Alle man Finger weg von Frau und Kind!!!!!!!!!!
Irgendwann hat die Nabelschnur auspulsiert und dann kann man sie durchschneiden. Die Plazenta wird dann auch irgendwann geboren und beiseite gelegt. Die kann man auch später noch kontrollieren - wichtig ist jetzt nur, dass Mama und Baby ganz viel Zeit für sich haben, denn diese ersten Minuten sind soooooooooo kostbar und ein Erlebnis, das du niiiiiiiiiiiiiiiiiiemals wieder vergisst - ich schwöre es bei meinem Leben es ist galaktisch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Und ich habe es erlebt
Bis auf ganz wenige Ausnahmen können alle Frauen das erleben - sofern sie bereit sind, sich auf das Abenteuer Geburt einzulassen. Es gehört viel Vertrauen in sich selbst dazu.
Dann irgendwann nimmst du deine Umwelt wieder etwas mehr wahr und hast das Bedürfnis, die ganze Welt zu umarmen!
So ganz nebenbei kann man dann mal das Lager wechseln. Entweder aus der Wanne steigen oder auf andere Gefilde ausweichen.............wie du möchtest, aber immer ist dein Kind bei dir!
Inzwischen macht es schmatzende Geräusche und sucht nach der Dockstation es robbt und räkelt sich immer in Richtung Nippel.
Und dann findet diese süße kleine Zuckerschnute, die vielleicht sogar noch käseschmiereverklebt ist das erst mal die Quelle des Lebens und dockt begierig an und saugt die ersten Tröpfchen dieses Lebenselexiers, das DU produzierst.
Keine Flasche der Welt und kein Kunstfutter der Welt kann auch nur ansatzweise diesen Moment ersetzen! Schade für alle Frauen, denen es versagt bleibt. Von den Frauen abgesehen, die es nicht wollen mal ganz zu schweigen und sich geplante Geburten einreden lassen.
Es ist ein Abenteuer - ein Gewaltiges !
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_________________ Ich bin so wie ich bin, aber so bin ich wirklich, und das schätzen einige, wenige ;O) Quelle: Ramona ******************************************** Wer eine helfende Hand sucht, findet sie immer am Ende seiner (eigenen) Arme.
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Birgit80
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Betreff des Beitrags: Re: Gedanken: Geburt im Krankenhaus oder Hausgeburt ? Verfasst: 25. Jan 2009, 00:47 |
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Registriert: 1. Dez 2008, 21:42 Beiträge: 89 Wohnort: Wien
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Danke, für diesen tollen Beitrag! Muss wirklich ein unbeschreibliches Gefühl sein. Mich hat diese Hektik im Krankenhaus bei meiner ersten Geburt auch wahnsinnig gemacht. Ich selbst war nervös u. dann auch noch diese ständigen Untersuchungen, nebenbei die Schmerzen. Jeder sagt dir, was du machen sollst. GRAUENHAFT! Aber ich hatte auch bei der 2.Geburt nicht den Mut, in ein Entbindungsheim zu gehen oder gar eine Hausgeburt zu wagen, obwohl wir schon darüber nachgedacht hatten.
Aber bei der 2.Geburt lief alles anders. Ich wusste bereits besser, was auf mich zukommt u. mich hat das Ganze rundherum nicht so nervös gemacht. Ich selbst war einfach viel ruhiger u. ausgeglichener. Und das hat sich auch seeeeeeeeehhhhhhhhhr positiv auf die Geburt ausgewirkt. Aber ich glaube, ich hätte auch jetzt noch nicht den Mut zu einer Hausgeburt. Was ist, wenn dein Baby auf die Welt kommt u. es passt irgendwas nicht. Kein Arzt in der Nähe, der sofort hilft. Dann muss man erst den Notarzt anrufen u. warten, das sind alles sehr wertvolle Sekunden! Wenn natürlich alles glatt läuft, ist es sicher ein unbeschreibliches Erlebnis, aber wenn irgendwelche Komplikationen auftreten, fühlt man sich im Krankenhaus einfach sicherer aufgehoben, oder?
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moni
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Betreff des Beitrags: Re: Gedanken: Geburt im Krankenhaus oder Hausgeburt ? Verfasst: 25. Jan 2009, 11:34 |
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Registriert: 30. Nov 2008, 20:30 Beiträge: 28 Wohnort: Wien
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hallo ramonadine,
toller Beitrag. Aber gerade beim ersten Kind würde ich mich da einfach nicht drüber trauen. Was ist wenn das Kind dann steckt oder so? Oder es muss doch ein Kaiserschnitt gemacht werden, was dann? Vielleicht beim 2.,3.,4., wenn man schon Erfahrung hat u. eigentlich schon weiß was läuft, dann könnte ich es mir auch wirklich toll vorstellen.
Aber wenn ich jetzt an was anderes denke: Wo in unserem kleinen Heim soll ich da bitte unser Baby zur Welt bringen? Auf dem Sofa im Wohnzimmer? Im Bett im Schlafzimmer? Im Badezimmer? Hatte ja noch keine Geburt, stell mir aber vor, dass die ganze Sache doch mit Blut u. viel Wasser usw. verbunden ist. Im Krankenhaus wird danach alles gereinigt u. sterilisiert. Aber wie macht man das zu Hause?
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Ramonadine
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Betreff des Beitrags: Re: Gedanken: Geburt im Krankenhaus oder Hausgeburt ? Verfasst: 26. Jan 2009, 11:17 |
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Registriert: 24. Jan 2009, 18:43 Beiträge: 203 Wohnort: Kärnten
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Oje , Mädels..ich bin ja auch eurer Meinung; wie gesagt, ich war auch sehr, sehr unsicher....aber das Gespräch über Pro und Contra Hausgeburt und Krankenhausgeburt war einfach interessant. Ich glaube, auch bei Nr. 2 fühle ich mich im Krankenhaus sicherer. Ich nehme einfach meinen Freund mit und meine Freundin und lass niemanden anderen an mich ran. Das geht zum Glück bei uns und falls es Komplikationen gibt, dann ist der Kinderarzt sofot zur Stelle, da er ja im Krankenhaus 24 Stunden Dienst hat und unser Krankenhaus über eine Kinderstation verfügt.. Zum Glück.
Aber zuviel Planen und Diskutieren vor der Geburt sollte man eh nicht. Einfach abwarten und sich auf den schönsten Moment im Leben einer Frau freuen. Egal, wie die Geburt schlussendlich abläuft. Das erste Mal sein Kind in den Armen zu halten, zu riechen, zu spüren- ist dann wohl das Wichtigste.
ICH WÜNSCHE ALLEN, die es noch vor sich haben einen wundervollen ersten Moment !
Eure Ramona
_________________ Ich bin so wie ich bin, aber so bin ich wirklich, und das schätzen einige, wenige ;O) Quelle: Ramona ******************************************** Wer eine helfende Hand sucht, findet sie immer am Ende seiner (eigenen) Arme.
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supermami
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Betreff des Beitrags: Re: Gedanken: Geburt im Krankenhaus oder Hausgeburt ? Verfasst: 31. Mär 2010, 11:30 |
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Registriert: 2. Dez 2009, 12:28 Beiträge: 12
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also zu dem thema habe ich heute auch einen bericht gelesen. gisele pünktchen hat sich dafür entschieden, dass sie daheim in der badewanne ihr kind bekommt. weil sie meinte, dass es stressfreier etc. für ihr kind ist.
hier könnt ihr mehr nachlesen!
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